“Wir dürfen unser Lachen nie verlieren”

Es gibt viele Menschen auf der Welt, die jeden Tag Großartiges leisten.
Das Mindeste, was wir tun können, ist ihnen ein Ohr zu geben…

Als Jugendlicher war er mit Theaterinitiative “Taller de Vida” im Rahmen der KinderKulturKarawane zwei Mal zu Gast in Deutschland.
Inzwischen ist Carlos 30 Jahre alt und Leiter seines eigenen Projektes “Kayeye“, mit dem er dieses Jahr zur Jubiläumskarawane das erste Mal die große Reise nach Übersee wagte – diesmal allerdings als Leiter.
Da Carlos auf so viele Art und Weisen ein echtes Gesicht der KinderKulturKarawane ist, möchte ich gerne mehr von seiner Geschichte hören.
In meinem Gespräch mit ihm, erzählt er mir von seiner Inspiration, seiner Arbeit mit den Kindern und von den Vorurteilen, denen er in der Welt begegnet.
“Ich möchte, dass die Leute aufhören, uns immer nur als Arme zu betrachten. Wir sind viel mehr als das.  Wir sind Kämpfer, wir wollen glücklich sein. Ich habe nicht viel, aber ich habe mein Lachen und das möchte ich mit anderen Menschen teilen.”

Heute hat Carlos nicht nur sein Lachen, sondern auch seine Geschichte mit uns geteilt. Das entstandene Interview mit zahlreichen Fotos gibt es hier zum nachlesen.

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Time to say “Goodbye”

Heimat. Zuhause sein. Familie und Freunde wiedersehen. Diese Worte schwirrten den jungen KenianerInnen während der letzten Woche besonders oft durch den Kopf. Schließlich geht es am Sonntag für die 12 Nafsis wieder zurück nach Nairobi.
Ich fragte die 15-jährige Cynthia, mit welchem Gefühl sie Deutschland verlässt. “100% happy” antwortete sie mir. Am meisten freut sie sich auf ihre Mama. Fast drei Monate waren die jungen AkrobatInnen mit der KinderKulturKarawane unterwegs, haben tolle Shows und Workshops gegeben. “Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge” erzählt mir die Leiterin Jane. Bei dem letzten Auftritt der Gruppe am Freitag in Neustadt (Hlst.) kann man ihre Vorfreude im ganzen Raum spüren. Einen letzten begeisterten Applaus der Schulkinder feiern, dann heißt es Abschied nehmen und die letzte Reise Richtung Flughafen antreten.
Mit den Nafsi Acrobats verlässt jetzt die allerletzte Gruppe der 15. Karawane Europa. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für die wundervolle Zeit und die Freude, die sie uns bereitet haben!

Danke! Thank you! Asante! شكرا! Gracias!

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15 Jahre KinderKulturKarawane – Zahlen und Fakten

Schirmherr Ron Williams holt alle Mitwirkende auf die Bühne: “Stand by me!”

Vor 15 Jahren startete die KinderKulturKarawane mit 7 Gruppen aus Rumänien (Straßenkinder), Indien (Kinderarbeiter), Südafrika (Straßenkinder), Uganda (Waisen, Straßenkinder, Kindersoldaten), Uruguay (Armut), Bolivien (Armut) und den Philippinen (Armut).

Seitdem waren 91 Gruppen aus 32 Ländern aus 4 Kontinenten mit uns in Europa unterwegs. 810 junge Künsterinnen und Künstler mit ihren 165 BegleiterInnen wurden eingeladen wurden.
4974 Tage waren die Gruppen der KinderKulturKarawane in Europa unterwegs. Oder: 13 Jahre 7 Monate und 14 Tage lang wäre an jedem Tag einen Gruppe der KKK in Europa gewesen.

Im Durchschnitt war jede Gruppe 54,6 Tage lang mit der KKK in Europa unterwegs. In dieser Zeit hat jede Gruppe im Durchschnitt 38,3 Aufführungen, Workshops oder Workshoptage absolviert. Zusammen also 3485 Veranstaltungen.
Umgerechnet heißt das: 9 Jahre 6 Monate und 17 Tage lang hätte jeden Tag eine Veranstaltung mit der KKK irgendwo in Europa stattfinden können.

738.338 Euro konnten wir den Projekten in aller Welt für ihre Arbeit zuhause überweisen. Das heißt, dass jede Gruppe im Durchschnitt 8.113 Euro bekommen hat, jedes Jahr haben wir also 49.223 Euro für die Arbeit im Globalen Süden investieren können.

Der letzte Tanz ist vorbei. Danke an alle!

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Der letzte Tanz

DAS FEST zum Anlass “15 Jahre KinderKulturKarawane” war ein voller Erfolg.
Über 300 Gäste kamen am Freitagabend, dem zunehmenden Halloween-Kult trotzend, nach Hamburg-Wilhelmsburg um sich die fulminante Show anzuschauen. Fast vier Stunden lang füllten die diesjährigen Gruppen und Überraschungsgäste das Abendprogramm mit ihren künstlerischen Programmen.

Eröffnet wurde die Show durch eine muntere Kombination aus Gesang und Tanz des Golden Youth Club (Südafrika), die allen Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
Weiter ging es mit der faszinierenden Akrobatik- und Tanzshow des Kigamboni Community Centre (Tansania), einer gesellschaftskritischen Tanz-Inszenierung von Kayeye (Kolumbien) und einem kurzen Beitrag von Coral Salazar des Teatro Trono (Bolivien), die über die “De-kolonialisierung des Körpers” aufklärte.
In der Pause waren zahlreiche strahlende Geschichter anzutreffen, ob aus Begeisterung von der Show oder aus Freude über ein Wiedersehen mit den Gruppen. Auch zwischen den einzelnen Gruppen entwickelte sich ein tolle Bindung, so dass ein reger Austausch auf allen Ebenen stattfand.

Die zweite Hälfte des Abends wurde durch
einen berührenden Beitrag des Ashtar-Theaters (Palästina) eingeleitet, die zwei ihrer GAZA-Monologe zeigten. Danach brachten die Brüder Raphael und Emmanuel Edoror von “Cactus Junges Theater” (Münster) mit Comedy und HipHop richtig Stimmung in den Saal, welche die Nafsi Acrobats (Kenia) durch ihre bunte “Playground-Show” weiter verstärkten. Den Abschluss machte dann der Schirmherr der KinderKulturKarawane, Ron Williams, mit dem Song “Stand by me”, bei dem alle Gruppen und Freunde der KinderKulturKarawane auf die Bühne kamen, zu einem letzten Tanz. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge endete somit die Jubiläumskarawane 2014. Nur die Nafsi-Acrobats und unserer gestrandeter Gast Tamer verweilen noch in Deutschland. Aus Nostalgiegründen gibt es deshalb an dieser Stelle nochmal eine Galerie mit den Fotos des Abends.

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15 Jahre KinderKulturKarawane: DAS FEST

Zweieinhalb Monate waren fünf Gruppen aus Kenia, Palästina, Kolumbien, Südafrika und Tansania im Rahmen der 15. KinderKulturKarawane unterwegs. Zweieinhalb Monate lang wurde in ganz Europa getanzt, musiziert und gelacht was das Zeug hält. Alle Tourneen waren ein voller Erfolg!
Jetzt treffen die fünf Gruppen in Hamburg zu einer großen Abschlussshow aufeinander. Mit einem spektakulären Abendprogramm voller Akrobatik, Tanz und Schauspiel endet die Jubiläumskarawane am 31. Oktober im Bürgerhaus Wilhelmsburg.
Jeder der Lust hat Teil dieses großartigen Festes zu werden, ist herzlich eingeladen!


Wer, Wie, Was, Wann, Wo?
Ashtar Theatre (Palästina), Golden Youth Club (Südafrika), Kigamboni Community Centre (Tansania), Nafsi Acrobats (Kenia) und Kayeye (Kolumbien), sowie Ron Williams und einige Überraschungsgäste.
Im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20.
Beginn: 19.30
Eintritt: 12€/8€ ermäßigt

Wir freuen uns auf euch!

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Das ganze Land wird zu ihrem Spielplatz – die Nafsi Acrobats in Dänemark

Wer die Aufführungen der kenianischen Gruppe besucht, spürt es sofort. Es ist ein Gefühl der Leichtigkeit, wie aus alten Kindheitstagen. Mit ihrer “Playground Show”, einer bunten Mischung aus Akrobatik, Tanz und Spielen, schaffen es die Nafsi Acrobats Jung und Alt gleichermaßen zu begeistern.

Ein Land haben sie auf ihrer Reise mit der KinderKulturKarawane schon vollkommen in Beschlag genommen: Dänermark.
Ganze fünf Wochen waren die jungen Akrobaten in dem nördlichsten Teilnehmerland zu Gast, gaben zahlreiche Workshops und beeindruckende Aufführungen. Und auch neben der Bühne, teilten sie ihre Kultur mit den Dänen, schlossen Freundschaften und brachten viele Kinder zum Lachen.

Aus diesen fünf Wochen Dänemark erreichten uns viele Fotos, die wir gerne alle gezeigt hätten. Da wir damit allerdings das Internet sprengen würden, haben wir uns für eine kleine Auswahl von immer noch 36 Bildern entschieden.
Inzwischen ist die Gruppe wieder in Deutschland unterwegs, wo sie am 31. Oktober auch bei der Veranstaltung “15 Jahre KinderKulturKarawane: Das Fest” in Hamburg Wilhelmsburg auftreten. Wer nach Betrachtung der Gallerie die Lust verspürt, die Gruppe mal live und in Aktion zu beobachten, ist herzlich eingeladen!

 

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Afrika ist kunterbunt!

Die Gruppe des Golden Youth Club hat Spaß an der Nordsee

Gemeinsam tanzen, musizieren, malen und basteln: Dazu hatten mehr als 40 Kinder aus verschiedenen Ländern im Evangelischen Bildungshaus in Rastede Gelegenheit. Erstmals fand dort eine „Interkulturelle Kinderakademie“ mit Gästen aus Südafrika, dem GOLDEN YOUTH CLUB statt. „Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Begegnungen auf selbstverständliche Weise möglich sind“, sagte Diplompädagoge Uwe Fischer von der Evangelischen Akademie in Oldenburg, der die Kinderakademie mit anderen Dozenten leitete. „Hier gibt es keine Grenzen im Kopf, wir gehen auf Augenhöhe aufeinander zu“, ergänzte Fischer.
Es sei wichtig, dass man sich gegenseitig achte und dass Unterschiede wahrgenommen und als Bereicherung gesehen werden.

Die Aufführungen des Golden Youth Club sind immer farbenfroh

Die Kinder, deren Wurzeln etwa im Irak, in Syrien, der Türkei oder Indonesien liegen, konnten am Wochenende an verschiedenen Workshops teilnehmen. Sie lernten afrikanische Tänze kennen, machten Musik auf afrikanischen Trommeln, griffen unter dem Motto „Afrika ist kunterbunt“ zu Farbe und Pinsel und lernten, wie aus leeren Plastikbehältern sinnvolle Gegenstände entstehen können. „Upcycling“ nennt sich dies. „Bei uns ist so etwas Kunst, in Afrika ist es jedoch überlebensnotwendig“, sagte Heike Scharf, Dozentin im Evangelischen Bildungshaus.
In kindgerechten Vorträgen erfuhren die Teilnehmer zudem viel über das Leben in Südafrika – vom Wohnen über die Sprache bis hin zur Tierwelt. Anschaulich konnten das die Gäste vom Golden Youth Club aus Südafrika vermitteln, die zurzeit durch Deutschland reisen. Sie bereicherten das Wochenende mit einer „unglaublichen Lebendigkeit“, so Heike Scharf.
Während des Workshops wurde fleißig gefilmt, sodass tatsächlich ein kleiner Videoclip entstanden ist, mit weiteren Stimmen und vielen Eindrücken von dieser erfolgreichen Kinderakademie.

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“Ich hätte ohne das Theater nicht überleben können”

Iman Aoun beim Theater-Workshop mit den Jugendlichen auf der Bürgerhaus-Bühne in Schwalbach i.Ts.. Die Palästinenserin ist Mitbegründerin und Leiterin des Ashtar-Theatre. Foto: Hans Nietner

Deutliche Wort eines jungen Menschen aus dem Gaza, der 2010 beim Projekt “Die Gaza Monologe” des Ashtar Theatre selbst einen Monolog verfasst hatte und nachher auch auf der Bühne stand. Er gehört zu den 22 Jugendlichen (von 33), die nach dem Projekt dabei geblieben sind und ein 3-jähriges Theatertraining durchlaufen haben, das sie Ende 2013 mit einem Diplom abschließen konnten.

Von diesen Jugendlichen spricht Iman Aoun, die Mitgründerin und künstlerische Leiterin des ASHTAR-Theatre (Ramallah, Palästina) in einem Interview, das am 22.10.14 im Deutschlandradio Kultur nach der Wiederholung des Hörspiels “Die Gaza Monologe” aus dem Jahr 2012 ausgestrahlt wurde. Es ist ein sehr interessantes Gespräch über die Arbeit des ASHTAR Theatre in Gaza nach dem 3. Gaza-Krieg. Insbesondere über die psychosoziale Arbeit mit den Jugendlichen dort, die jetzt wieder aufgegriffen worden ist.
Doch die Perspektive schätzt Iman Aoun realistisch ein: “Nach dem 3. Krieg im Gaza gibt es dort keine Hoffnung mehr auf ein menschenwürdiges Leben.” Aber hören Sie selbst das Interview (11:34 min.).

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Grenzen überwinden

Letztes Jahr war TEATRO TRONO im Rahmen der KinderKulturKarawane und von “Strengthen Creative Cooperation” längere Zeit in Dänemark. Zwei junge Filmemacherinnen von COMPA/Teatro Trono haben die Begegnung(en) in Dänemark gefilmt und dann in Bolivien mit Unterstützung der KollegInnen von SPOR MEDIA aus Dänemark ein wundervolles Video gedreht, das zeigt, wie junge Menschen aus unterschielichen Kulturen in kreativer Begegnung Grenzen überwinden können.
Der Film kann auch Mut machen, Gruppen der KinderKulturKarawane einzuladen, er nimmt ein bisschen die Angst vor einem “zu großen Wagnis”, beruhigt Eltern hier wie im Globalen Süden – und macht einfach Spaß!

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Golden Youth Club mit viel Temperament in Ostfriesland


Vergangene Woche waren die “Goldies” von Mittwoch bis Samstag zu Gast im ostfriesischen Aurich.
Dort gab es am Abend zunächst einen sehr herzlichen Empfang mit eigens für die Gruppe erstellen Bannern. Im Anschluss folgte ein kleiner Workshop, bei dem sich sofort eine südafrikanische Freude verbreitete, die Jung und Alt zum Singen und Tanzen verleitete und somit allen einen netten Abend bescherte.

 

Den Freitag verbrachte die Gruppe an dem Ulricianum-Gymnasium. Bei einem gemeinsamen Frühstück am Morgen lernten sich die Schüler der zwölften Klassen und die Südafrikaner näher kennen.
Gegen Mittag versammelten sich beide Gruppen zu einem Workshop in “African singing and dancing”, bei dem von den Schülern voller Stimmen- und vorallem Körpereinsatz gefragt war.

Am Abend gab es eine abschließende Show, gemeinsam mit einigen Sängern des, mit dem Golden Youth Club befreundeten, “Neue Töne”-Chors, die ein begeistertes Publikum zurückließ und den kulturellen Austausch wunderbar abrundete.

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