Das “gute Leben” auf der Bühne

Szenenfoto aus "Vivir bien"

Szenenfoto aus “Vivir bien”

Theatergruppe “Voces en Pie” aus Bolivien vom 15.05.-07.06.2015 zu Gast in Deutschland

Die Theatergruppe Voces en Pie des Kinder- und Jugendzentrums Chasqui aus El Alto, Bolivien, lädt dazu ein, sich mit dem Thema “Vivir Bien” (dt.: gutes Leben) zu beschäftigen. Die Philosophie des “Vivir Bien” basiert auf den Werten der andinen Kosmovision und beschreibt das Zusammenleben in der Gemeinschaft und den Umgang mit der Natur.

Was bedeutet Vivir Bien für junge Leute, die einer Großstadt leben, die von starker Umweltverschmutzung, Individualisierung und einem großen Konsumangebot geprägt ist? Das Stück zeigt die Auseinandersetzung der jungen Schauspieler/-innen mit den Werten des “Vivir Bien” und deren Integration in den eigenen Alltag. Die jungen Künstler/-innen reflektieren Handlungsmöglichkeiten, die es ihnen erlauben, ihre eigene Lebensrealität durch die Einbeziehung von Werten wie Empathie, Gegenseitigkeit, Kollektivität und Respekt gegenüber der Natur zu verändern.

vivirbienDie Theatergruppe Voces en Pie hat sich 2012 aus Jugendlichen formiert, die seit mehr als acht Jahren die Angebote des Zentrums für Kultur und Kommunikation Chasqui in El Alto nutzen. Das Zentrum Chasqui arbeitet seit 2008 mit “EIRENE – Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.” zusammen.

Termine für Theateraufführungen:
Aachen, 19.05.
Ort: Eine Welt Forum Aachen, An der Schanz 1 (direkt am Bahnhof Schanz), Beginn: 19:30 Uhr
Bonn, 20.05.
Ort: Bonner Altamerika Sammlung (BASA), Oxford Str. 15, Beginn: 20 Uhr
Freiburg, 27.05.
Ort: Mensabar, Rempartstrasse 18, Beginn: 19:30 Uhr
Bayreuth, 28.05.
Ort: Alte Schokofabrik, Gaußtraße 6, Beginn: 20 Uhr
Berlin, 02.06.
Theateraufführung mit anschließendem Workshop. Ort: TheaterSpielRaum, Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2b, Beginn: 19.30 Uhr
Berlin, 03.06.
Theateraufführung mit anschließendem Workshop (in Zusammenarbeit mit dem Master Studiengang in Childhood Studies and Children’s Rights der FU Berlin). Ort: Silberlaube, Raum L113 im Seminarzentrum gegenüber der Mensa, Otto-Von-Simson Strasse 26, Beginn: 18 Uhr
Neuwied, 05.06.
Theateraufführung mit anschließendem Workshop. Ort: Gemeindezentrum der Evangelischen Mennonitengemeinde Neuwied, Pommernstraße 9, Beginn: 10:00 Uhr

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Die KinderKulturKarawane geht neue Wege

Die Ausdrücke “Neue Wege gehen”, “Etwas wagen” und “Etwas bewegen” beschreiben für mich eine Herausforderung. Wer garantiert mir, dass sich der Aufwand lohnt und ich nicht in die falsche Richtung laufe?
In meinem FSJ-Kultur bekomme ich nun die Möglichkeit, eben diesen einen Schritt zu machen – indem ich eine Crowdfunding-Kampagne die KinderKulturKarawane durchführe.

Crowdfunding ist ein relativ neues Prinzip, welches Projekten, Start-Ups und Unternehmen eine einmalige Chance gibt, ihre Ideen in die Realität umsetzen. Das Besondere dabei ist, dass eine Vielzahl an Menschen – die Crowd – ein Projekt finanziell unterstützt und somit mit ermöglicht. Als Gegenleistung erhalten die Unterstützer ein”Dankeschön”, in unserem Fall unter anderem das Postkartenset, von dem Projektstarter. Sollte die vom Initiator angegebene Mindestsumme für die Realisierung nicht erreicht werden, erhalten alle Unterstützer ihr Geld zurück. Crowdfunding ist sehr vielfältig und besitzt – mit der richtigen Crowd – ein großes Potential.

d1032714In den vergangenen 16 Jahren KinderKulturKarawane gab es zahlreiche unvergessliche Momente mit unseren Projekten und wir freuen uns auch in diesem Jahr auf viele weitere lachende Gesichter.
Allerdings wird die Fördersituation für so ein komplexes Projekt wie die KinderKulturKarawane von Jahr zu Jahr schwieriger. Deshalb habe ich aus den schönsten Fotos aus der Zusammenarbeit mit den Gruppen ein liebevolles Postkartenset gestaltet, das wir nun mit eurer Hilfe per Crowdfunding produzieren möchten. – Als nostalgische Erinnerung, als beeindruckender Blickfang und vor allem als Mittel um die Zukunft der KinderKulturKarawane zu sichern.

Lasst euch von unserem kurzen Trailer inspirieren, besucht unser Crowdfunding-Profil unter https://www.nordstarter.org/powerofculture und werdet Teil dieser Bewegung.
Wir freuen uns über jede Spende, die uns unserem Ziel ein Stückchen näher bringt.

NUR GEMEINSAM KÖNNEN WIR DAS SCHAFFEN. WIR BRAUCHEN EUCH!

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Sag Nein zu Ausländerhass!

SayNoToXenophobia-3.jpg1_-640x431M.U.K.A.-Project aus Johannesburg ist Teil der Bewegung #SayNoToXenophobia, die seit Wochen gegen die erneuten rassistischen Übergriffe in Südafrika kämpft. Schon vor zwei Jahren gab 2012 gab es schlimme rassistische Aisschreitungen in Südafrika, die sich vor allem gegen Menschen aus den Nachbarländern Simbabwe und Mosambique richteten. Damals entwickelte M.U.K.A.-Projekt das Stück “Noch nicht frei!” dazu, mit dem sie bei der KinderKulturKarawane dabei war.

xenophobiaSeit März diesen Jahres gibt es erneut sehr massive rassistische Unruhen, die sich diesmal vor allem gegen Menschen aus Nigeria und Malawi richten. In Durban hatten die Ausschreitungen begonnen, später dann auf Johannesburg übergegriffen.
Die Bewegung #SayNoToXenophobia, der sich auch viele KünstlerInnen in Südafrika angeschlossen haben, versucht mit ihren Mitteln gegen diese bedrohliche Form von Ausländerhass vorzugehen. Aber zunächst hat die Regierung das Problem ignoriert, es wurde sogar berichtet dass Polisten bei Angriffen auf Ausländer dabeigestanden haben, ohne einzugreifen.

Seit dem Wochenende ist es nun ruhiger geworden, berichtet Brian Phakathi, Sekretär von M.U.K.A. – Project. Vor allem deshalb, weil in Johannesburg und insbesondere in Hillbrow das südafrikanische Militär strake Präsenz zeigt und damit Macht demonstriert.

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Peter Ustinov Stiftung startet „#GiveSchool Initiative”

PUS-LogoDie Peter Ustinov Stiftung warnt: 100.000.000 Kinder weltweit haben keinen Zugang zu Bildung. Um im Vorfeld des diesjährigen UN World Education Forums in Südkorea für dieses Problem zu sensibilisieren, startet die Ustinov Stiftung jetzt die internationale Kampagne “Children of the World”.

Ab sofort ist der Song “Children of the World” online bei iTunes, Amazon und Google Play
abrufbar. Jeder Download kommt vielfältigen Bildungsinitiativen zugute. Der Song wurde von dem renommierten Songwriter Jan – Eric Kohrs komponiert, der bereits für Stars wieSarah Brightman und Alannah Myles gearbeitet hat. Gesungen wird “Children of the World” von dem 15-jährigen Operntalent Sophie Schwerthöffer aus der Ustinov Opera School.

Operntalent Sophie Schwerthöffer

Operntalent Sophie Schwerthöffer

Igor Ustinov, Sohn von Sir Peter Ustinov und Chairman der Ustinov Stiftung, erläutert: „ Bildung ist der Schlüssel zu einer friedvollen Welt mit weniger Vorurteilen. Wenn 100.000.000 Kinder weltweit keinen Zugang zu Bildung haben, Tendenz steigend , dann ist das beängstigend, denn fehlende Bildung verschärft andere ernsthafte Probleme in der Welt wie Armut, Krankheit oder Konflikte. “

Gleichzeitig will die Ustinov Stiftung mit der Children of the World – Kampagne nochmals darauf hinweisen, dass das Millennium-Ziel der United Nations, nämlich allen Kindern weltweit bis 2015 Zugang zu Grundschulbildung zu geben, in weite Ferne gerückt ist.

„Auf dem World Education Forum im Mai 2015 in Südkorea diskutieren internationale
Bildungsexperten darüber, welche neuen Maßnahmen und Ziele in der Post – 2015 – Agenda gesetzt werden müssen, um das gerade in den heutigen unruhigen Zeiten so eminent wichtige Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.”

Ustinov-Musik-Infosheet-2015_Children_of_the_World_CoverZur Kampagne mit dem Video:
http://children-of-the-world.ustinov-stiftung.de/

Zu den Download-Möglichkeiten:
iTunes:  http://apple.co/1PLXzLe
GooglePlay:  http://bit.ly/1NHFD67
Amazon: http://amzn.to/1EEnqRa

 

 

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Paris ist die letzte Chance

5356294Führende Wissenschaftler fordern in einem „Earth Statement“ die Politik zum entschiedenen Handeln gegen die Erderwärmung auf. Die Klimakonferenz Ende des Jahres in Paris sei der „Moment der Wahrheit“.

„Das Fenster, in dem Handeln noch möglich ist, schließt sich schnell“, erklärte Johan Rockström vom Stockholm Resilience Center, Vorsitzender der „Earth League“, in dem ungewöhnlich dramatisch formulierten Appell. „Wir befinden uns auf einem Pfad, der die Erde unwiderruflich verändern und das Zwei-Grad-Ziel weit überschreiten würde. Damit riskieren wir eine Katastrophe für die Menschheit mit einem unbeherrschbaren Anstieg des Meeresspiegels, Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen.“

In dem Statement warnen die 17 renommierten Wissenschaftler eindringlich davor, dass bei einem Scheitern des Klimaschutzes sogenannte Kipppunkte überschritten werden könnten – Veränderungen im Erdsystem, die sich nicht mehr rückgängig machen ließen. So zeigten neue Forschungsergebnisse eine dramatische Eisschmelze in Teilen der Antarktis, die irreversibel sein könnte.

Laut den Klimaexperten ist das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, noch erreichbar – aber nur durch entschiedenes Handeln. „Wir rufen die politischen Entscheidungsträger dazu auf, wahre Führungskraft zu zeigen und dem Planeten eine nachhaltige Zukunft zu ermöglichen.“ Die Klimakonferenz in Paris sei „der Moment der Wahrheit“, sagte Jeffrey Sachs vom Earth Institute der Columbia Universität.

5471968Ottmar Edenhofer, der Direktor des Mercator Research Instituts on Global Commons and Climate Change (MCC), erklärte gegenüber dem Greenpeace Magazin: „Mit Blick auf die Klimakonferenz 2015 in Paris ist es an der Zeit, dass die Staaten eine Klimapolitik umsetzen, die ihren Namen auch verdient. Sie sollten sich darauf einigen den Ausstoß von CO2 zu bepreisen. Das hätte gute Chancen, den immer wieder ins Stocken geratenen Klimaverhandlungen neue Schubkraft zu verleihen und als Grundlage für ein globales Abkommen zu dienen.“ Edenhofer führte weiter aus: „Die CO2-Bepreisung würde auch den Staaten viele Vorteile bieten: Die Einnahmen könnten in Infrastrukturmaßnahmen fließen oder – je nachdem, was einzelne Gesellschaften benötigen – für eine bessere Gesundheitsversorgung und die Stärkung des Bildungssektors aufgewendet werden.“

Die Wissenschaftler fordern konkret in einem Acht-Punkte-Plan:

  • den Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen
  • die künfitgen CO2-Emissionen unter 1000 Gigatonnen zu halten
  • bis 2050 eine kohlenstofffreie Gesellschaft zu schaffen
  • dem Ansatz der Gleichheit zu folgen – reichere Länder sollen den ärmeren helfen
  • die technologische Forschung und Innovation zu fördern
  • eine globale Strategie zu entwickeln, um mit Verlusten und Schäden durch den Klimawandel umzugehen
  • CO2-speichernde Ökosysteme wie Wälder und Ozeane zu schützen
  • Geld für Klimamaßnahmen in Entwicklungsländern bereitszustellen

Johan Rockström wird das Earth Statement morgen zusammen mit Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung auf einem Nobelpreisträger-Symposium in Hongkong präsentieren.

Wolfgang Hassenstein, Greenpeace Magazin

siehe auch: http://www.the-earth-league.org/press-release-22-april-2015.html

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MAITI NEPAL: Mädchen können alles werden.

Das Ensemble (v.l.n.r.) oben: Sushmita, Sushila. Sunita. Alina, Sita, Dilmaya, Balika unten: Alisha, Jay, Pramila

Das Ensemble (v.l.n.r.) oben: Sushmita, Sushila. Sunita. Alina, Sita, Dilmaya, Balika unten: Alisha, Jay, Pramila

Maiti Nepal war schon 2003 und 2005 bei der KinderKulturKarawane dabei. In diesem wird die Gruppe ein begeisterndes Tanzprogramm in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentieren. Unsere Kollegin, Corinne Wagener von “Chance Swiss”, hat die Gruppe im Februar besucht und war begeistert von der Ausstrahlung der jungen Tänzerinnen und der künstlerischen Qualität des Programms, das die Gruppe in Europa präsentieren wird.

Das Programm besteht aus verschiedenen traditionellen Tänzen, zwei Bollywood-Choreographien und dem Tanzstück “Naari”. NAARI ist das nepalesische Wort für “Frau” und das Stück veranschaulicht die Herausforderungen, die die nepalesischen Mädchen und Frauen in ihrem Land zu meistern haben.  Aufgrund der Unterdrückung der Mädchen und Frauen innerhalb der Gesellschaft, ist es für sie schwierig, ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben zu führen. Schwierig, aber nicht unmöglich!
“Naari” zeigt, dass die nepalesischen Mädchen und Frauen mit der richtigen Unterstützung, ihre Wünsche und Träume aus eigener Kraft erfüllen können.
Diese mutmachende Botschaft repräsentiert die Arbeit von Maiti Nepal und verdeutlicht dem Zuschauer, dass bei Maiti Nepal die Hoffnung nie aufgegeben wird.
Begleitet werden alle Tänze durch traditionelle Musik aus Nepal.

Mehr Informationen zu den einzelnen Tänzerinnen findet man auf unserer Website.

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Bildung für alle? Oder nur für die Hälfte?

education_for_allGlobales Aktionsprogramm “Bildung für alle” endet nach 15 Jahren

Nur ein Drittel der Weltgemeinschaft hat die sechs Bildungsziele erreicht, zu denen sie sich im Jahr 2000 selbst verpflichtet hat. Lediglich in der Hälfte der Länder erhalten alle Kinder eine Grundschulbildung. Eine ernüchternde Bilanz der UNESCO zum Schluss des vor 15 Jahren beschlossenen Aktionsprogramms.

Der aktuellen UNESCO-Weltbildungsbericht hervor, der am 9. April in Paris, Neu Delhi und New York vorgestellt wurde, zieht die Bilanz des weltweiten UN-Aktionsprogramms “Bildung für alle”, in dem vor 15 Jahren verbindliche Ziele für das Jahr 2015 festgeschrieben wurden: Ausbau der frühkindlichen Bildung, Grundschulbildung für alle Kinder, Absicherung der Lernbedürfnisse Jugendlicher, die Reduzierung der Analphabetenrate unter Erwachsenen um die Hälfte, die Überwindung von Geschlechterdisparitäten und die Verbesserung der Bildungsqualität.

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Children from Loyo Primary School, Kenya. Credit: Karel Prinsloo/ ARETE/ EFAReport

In nur 52 Prozent der Länder werde das Ziel der universellen Grundschulbildung erreicht, so der Bericht. Dies bedeute, dass immer noch 100 Millionen Kinder weltweit die Grundschule nicht abschließen. Da man sich zu wenig um Kinder in schwierigen Lebensumständen kümmere, sei die Wahrscheinlichkeit, die Grundschule abzuschließen, unter den Ärmsten global fünfmal geringer als unter den Reichsten. Ein Drittel aller Kinder, die weltweit nicht zur Schule gehen, lebt in konfliktreichen Regionen.

Nur einem Viertel der Länder ist es gelungen, in den 15 Jahren des Aktionsprogramms die Analphabetenrate unter Erwachsenen um 50 Prozent zu senken. Zwar fiel die Analphabetenrate unter Erwachsenen in diesem Zeitraum von 18 Prozent auf 14 Prozent. Dieser Fortschritt sei aber fast vollständig darauf zurückzuführen, dass besser gebildete junge Menschen das Erwachsenenalter erreichten. Nach wie vor sind fast zwei Drittel der Analphabeten Frauen. So kann in Subsahara-Afrika jede zweite Frau nicht lesen und schreiben.

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Viet nam school children. Credit: Tuan Nguyen/ EFAReport

Die fehlende Finanzierung bleibt das größte Hindernis, um die grundlegenden Bildungsziele zu erreichen. Die internationale Gemeinschaft müsse gemeinsam mit den Regierungen Möglichkeiten finden, die jährliche Finanzlücke von 22 Milliarden US-Dollar zu schließen, so der Weltbildungsbericht.
Die Autoren fordern, dass die zurzeit verhandelte UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung die Erkenntnisse des Berichts berücksichtigt. Zukünftige Bildungsziele müssten spezifisch, relevant und realistisch sein und einen Schwerpunkt auf Bildung für benachteiligte Gruppen legen.

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KinderKulturKarawane als “artistic seed”

Zusammenarbeit mit dem Programm “KlimaKunstSchule” von Bildungscent e.V.

KKS-Logo-Entwuerfe_Gruen-RZ-ENDFASSUNGSeit Mitte März arbeitet die KinderKulturKarawane mit ihrer Kampagne “creACTiv für Klimagerechtigkeit” zusammen mit der KlimaKunstSchule, einem Programm der “Bildungscent e.V.”. Wir sehen dies als “logische Konsequenz”, da sich beide Projekt wunderbar ergänzen und sicherlich vielfältige “Synergieeffekte” schaffen werden.

“Wer einmal angefangen hat, sich mit dem Thema Klimawandel zu beschäftigen, wer Fakten zusammengetragen und Zusammenhänge verstanden hat, der wird sich bald die Fragen stellen: Was tun?”, liest man in der Projektbeschreibung der Bildungscent e.V.

WELTERBSCHAFT M.U.K.A. - Project; Johannesburg; Südafrika  im Programm der KlimaKunstSchule

WELTERBSCHAFT
M.U.K.A. – Project
Johannesburg;
Südafrika

Das Progamm KlimaKunstSchule von “Bildungscent e.V.” gibt darauf keine simple Antwort. “Auch weil die Hoffnung besteht, dass darauf noch nicht alle Antworten gefunden wurden.” Stattdessen sollen Begegnungen mit Kunstschaffenden, die selbst experimentieren und forschen – und ab dem Herbst 2015 auch mit Gruppen der KinderKulturKarawane – ermöglicht werden. “Manche provozieren, manche suchen den Dialog. Einige sammeln und verwerten, andere hinterlassen Spuren. Nur eins ist allen gemeinsam: mit fertigen Antworten arbeiten sie nicht.”

KLIMAGAUKLER Teatro Trono El Alto, Bolivien

KLIMAGAUKLER
Teatro Trono
El Alto, Bolivien

Bei der KlimaKunstSchule heißt dieses Format ‘artistic seed’. Weil diese Begegnung ein Anfang sein kann, aus dem etwas erwächst. Eine Schülergruppe, die überlegt, was sie tun kann, wird durch den Tag mit einer Künstlerin, einem Künstler oder einer Gruppe der KKK vielleicht zu einer Idee inspiriert. Einem Gedankenblitz, für den sie in der Schule Zeit und von BildungsCent e.V. Geld bekommen, um ihn weiterzuentwickeln und zu einem Vorhaben zu machen, das ihnen wichtig ist.

Praktisch sieht die Zusammenarbeit so aus, dass Schulen, die eine der beiden Gruppen, Teatro Trono oder M.U.K.A. – Projekt für eine Aufführung einladen, einen Workshop mit der Gruppe und eventuelle Folgeaktivitäten von Bildungscent e.V. finanziert bekommen. Genaueres dazu auf der Website des Programms.

bc_logo_mit_kopfKlimaKunstSchule wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

 

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“Leyendas y Malabares” – Die Legende in Fotos

Arena y Esteras wird in diesem Frühjahr mit der Produktion “Leyendas y Malabres” an der KinderKulturKarawane teilnehmen. In dem Stück erzählen die Kinder und Jugendlichen vom Mythos des inkaischen Schöpfergottes Wiracocha und der Entstehung der Inseln “Pachacámac”, die knapp zwei Kilometer von Lima entfernt im Pazifischen Ozean zu finden sind.
Dieses Stück hat für das junge Ensemble von Arena y Esteras eine besondere Bedeutung, da die lokale und regionale Identität in Villa El Salvador eine immer größer werdende Rolle spielt. So kommen in der Legende drei der typischsten Regionen Perus – die Anden, der Regenwald und die Küste – vor.
Die Nacherzählung der Legende durch die Kinder und Jugendlichen ist eine liebevolle Kombination aus Zirkus, Theater, Tanz und Musik und kommt dabei vollkommen ohne Text aus.
Wer den Mythos vorab schon kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen diesen anhand unserer Fotos für sich zu entdecken.

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Neue Struktur – neue Dynamik?

2015_Roadmap_deutsch-1Im Rahmen der Bildungsmesse “didacta” in Hannover gab es wieder einen UNESCO-Tag, der im Laufe der UN-Dekade 2005-2014 zum beliebten Netzwerk-Treffpunkt geworden war. In der Hoffnung, Konkretes zur  “Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogrammes Bildung für nachhaltige Entwicklung” zu bekommen, waren eine Reihe von Kollegen und Kolleginnen nach Hannover gereist.
Den Auftakt der Diskussion bildete Gespräch von Expertinnen und Experten in jenen Handlungsfeldern, auf denen der besondere Fokus des Weltaktionsprogramms liegt. Bettina Schwertfeger, Leiterin des Referats Bildung in Regionen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), kündigte gleich zu Beginn an, dass für die bundesweite Umsetzung des Weltaktionsprogramms eine Nationale Plattform ins Leben gerufen werden wird – unter der Leitung von Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im BMBF. Als Berater habe sich die Staatssekretären Walter Hirche, Präsident der UNESCO-Kommission, und Prof. de Hahn, den eigentlichen Motor der damalien UN-Dekade, ins Boot geholt.

20150226_Expertengespraech-didacta_01Ein jährlicher Kongress soll künftig die Einbindung möglichst vieler Akteure in die Umsetzung des Weltaktionsprogramms gewährleisten. Weiterhin werde es wieder ein Verfahren zur Auszeichnung vorbildhafter Initiativen im Bereich BNE geben, allerdings in anderer Form als während der UN-Dekade. Die verschiedenen AGs, die es zur UN-Dekade gab, werden weiterarbeiten können und sollen z.B. bei den Kongressen einen besonderen Status bekommen.

Fragen über Fragen
Warum zieht das BMBF mit der Macht des Geldes die “Leitung” an sich? Warum wird die UNESCO-Kommission, die mehr als 10 Jahre lang die Dekade begleitet hatte, mit einem “Berater-Posten” abgespeist? Hat die Bundesregierung Angst, man könne die Deutungshoheit aus der Hand geben was BNE betrifft? Oder ist es die Angst vor Ansichten wie z.B. der von Prof. Dr. Stoltenberg von der Leuphana-Uni in Lüneburg, die sagte, BNE ist in aller Konsequenz in unseren Systemen nicht umzusetzen. Und dafür bekam sie spontanen Beifall aus dem Publikum.

Das “Subsidiaritätsprinzip”, das eigentlich allenthalben in unserem Lande besteht und besagt, dass überall da, wo die Zivilgesellschaft Aufgaben übernehmen kann, der Staat nur noch unterstützende Funktion hat, ist im BMBF offensichtlich unbekannt.
Wie mit einer dermaßen hierarchischen Struktur eine neue “Dynamik” erzeugt werden soll, wird wohl zunächst das Geheimnis des BMBF bleiben.
10 Jahre Erfahrung mit der Dekade – auch auf internationalem Parkett – seitens der UNESCO-Kommission, die Erfahrungen von über 2.000 Dekadeprojekten – das alles wird vom BMBF vom Tisch gewischt.

Soll der Auftrag des Weltaktionsprogramms, die Jugend stärker in die Umsetzung einzubeziehen, ernstgenommen werden, muss er bereits in den Planungen von Gremien einer nationalen Umsetzung mitgedacht werden, erklärte Johannes Geibel, Vorstandsvorsitzender der studentischen Initiative „Netzwerk n“. Jugendvertreter wüchsen zwar in Gremien hinein, sagte er, aber auch wieder hinaus. Diese “strukturelle Benachteiligung der Jugend” müsse gelöst werden. Wichtig sei außerdem, die Fähigkeiten Jugendlicher zu stärken, sich gegenseitig zu nachhaltigem Denken und Handeln zu befähigen. Die Jugend soll allerdings “nicht stärker einbezogen werden”: sie ist einer der fünf Schwerpunkte des WAP!

In der Zusammenschau taten sich am Ende der Veranstaltung mehr Fragen auf, als dass es verständliche Antworten gab. Eines ist jedenfalls sicher: bleibt das BMBF bei seiner Heransgehensweise, wird die “neue Dynamik” auf sich warten lassen. Zumal im Juli spätestens der neue “Orientierungsrahmen Globale Entwicklung” von der Kulturministerkonferenz verabschiedet werden wird, der die Schwerpunkte des WAP schon praktisch für die Umsetzung im schulischen Bereich aufgreift.

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