Förderverein KinderKulturKarawane e.V.

arenaMitte 2015 in Köln: Sieben Menschen setzen sich zusammen und gründen den bundesweiten Förderverein KinderKulturKarawane e.V. Jetzt wurde der Verein endgültig als „gemeinnütziger Verein“ anerkannt.

Eines haben die Gründungsmitglieder gemeinsam: Sie sind begeistert von der KinderKulturKarawane! Denn KinderKulturKarawane bedeutet Lebensfreude und Ästhetik, grenzüberschreitende Begegnung mit jungen Menschen, Begeisterung für Fremdes und gegenseitige „Entwicklungshilfe“ pur.

logo_verein_KKKDurch die Gründung des Fördervereins KinderKulturKarawane e.V. soll die finanzielle Basis stabilisiert und gleichzeitig der Unterstützerkreis in Deutschland erweitert werden.
Denn seit Jahren steht die Existenz der KinderKulturKarawane immer wieder auf der Kippe!! Die wenigen bezahlten Mitarbeiter*innen in Hamburg müssen jedes Jahr um ausreichende Fördermittel bangen und nehmen oft genug ein persönliches finanzielles Risiko auf sich.

Viele sinnvolle Projekte, Anfragen und Vorhaben können deshalb nicht realisiert werden. So konnten im letzten Jahr wegen fehlender Fördermittel nur weniger Gruppen als geplant nach Deutschland kommen. Dabei ist die Nachfrage von Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika für eine Teilnahme an der KinderKulturKarawane sehr hoch.

kcc_vereinDer Förderverein hat sich für das Jahr 2016 viel vorgenommen:

  • Die Zahl der Mitglieder von aktuell 11 soll auf mindestens 50 steigen.
  • Ein bundesweites Netzwerk soll entstehen. Ein ersten Treffen wird Anfang November (am 5.11.16) in Hamburg stattfinden – im Rahmen der „Abschluss-Gala“ der KinderKulturKarawane 2016.
  • Die Arbeit der KinderKulturKarawane und des Förderverein KinderKulturKarawane e.V. soll bekannter gemacht werden.
  • Weitere Unterstützer*innen zu finden, z.B. für das Leasing eines Busses.
  • Und natürlich sollen viele Spenden für die KinderKulturKarawane gesammelt werden.

Werde Gründungsmitglied und damit wirksamer Teil des weltweiten Netzwerkes KinderKulturKarawane! Nimm Kontakt mit uns auf!

Die begeisterten Vorstandsmitglieder:
Ulla Theisling (Köln), mail@ulla-theisling.de
Iris Dünnwald (Köln), iris.duennwald@live.de
Bernd Lichtenberg (Aachen), Bernd.Lichtenberg@gmx.de

Ein Beitrittsformular gibt hier.
Die Satzung kann man hier einsehen.

Für die „Anschub-Begeisterung“ empfehlen wir dieses Video:

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KinderKulturKarawane – ausgezeichnet!

weltweitDer WeltWeitWissen Kongress vom 14.-16. April 2016 in Bonn ist mittlerweile der 6. bundesweite Kongress für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland.

Eingeladen zur Teilnahme sind Praktiker_innen der Bildungsabeit, Lehrer_innen, Wissenschaftler_innen, Politiker_innen, Vetreter_innen der öffentlichen Verwaltung,  junge Engagierte und Interessierte an der Eine-Welt-Arbeit.

Bildung als Weg zur Erreichung weltweiter Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung soll reflektiert, diskutiert und weiterentwickelt werden. Dies geschieht in Impulsvorträgen, 3 thematischen Foren, 36 Workshops und dem bundesweiten Bildungsmarkt. Auf diesem Bildungsmarkt stellen sich 25 ausgezeichnete Projekte – eines davon ist die KinderKulturKarawane, die inzwischen seit 17 Jahren Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung eng verzahnt und vor allem junge Menschen zu Wort kommen lässt, um gemeinsame Handlungsoptionen zu entwickeln.

Das Eine-Welt-Netz NRW organisiert den Kongress zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke sowie dem Gustav-Stresemann Institut in Bonn. Unterstützt wird der Kongress durch einen großen ideellen Träger- und Kooperationskreis.

Informationen zum Kongress, Programm und Anmeldung: www.weltweitwissen2016.de

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Die Farbe des Schmerzes

EQUIPO PARTICIPANTEMit der Produktion „Die Farbe des Schmerzes“ wird TIEMPOS NUEVOS TEATRO im Früjahr an der KinderKulturKarawane 2016 teilnehmen. Das Stück ist eine “Creación colectiva”, also eine Inszenierung der beteiligten jungen Darsteller und Darstellerinnen.

Es basiert auf der Geschichte von Maria, die als beispielhaft für viele gelten kann. Es sind Geschichten vom Leben, Geschichten von Migration, die in irgendeinem anderen historischen Augenblick sich in das Menschsein verwandeln.

Die Emigranten sind auf viele Arten und aus unterschiedlichen Gründen unterwegs. Die Personen verlassen ihre Heimat, um ihre Lebensqualität zu verbessern, um ihren Kindern bessere Zukunftschancen zu verschaffen oder der Armut, dem Krieg, der Hungersnot, oder den Folgen von Umweltzerstörung zu entfliehen..
Aber nicht alle Plätze, die sie ereichen, sind wirklich hoffnungsvoll. Einige erreichen Orte, an denen sie nur ziellos umherziehen in einer fremden Welt.

Hier einige Fotos der Produktion:

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Tote Flüsse, verödete Mangroven, hungerndes Volk

ensemble_clipDas Zentrum „Saber Viver“ nimmt im Herbst an der KinderKulturKarawane 2016 teil. Jetzt hat die „Companhia Dança Nativos“ („Ensemble traditioneller Tänze“) von „Saber Viver“ einen Video-Clip gedreht, der Einblicke in ihre neueste Bühnenproduktion „Rios Mortos, Mangue Sem Vida, Povo Com Fome“ (dt. „Tote Flüsse, verödete Mangroven, hungerndes Volk“) gibt. Das Stück wird die Gruppe in Brasilien und im Rahmen der KinderKulturKarawane vorstellen; es soll das Bewusstsein für die Umwelt schärfen.
„Die Verschmutzung der Flüsse bringt einem Volk, das auf die Fischerei als Lebensunterhalt angewiesen ist, Hunger, Gewalt und auch Tod.“, sagen die MitarbeiterInnen von „Saber Viver“. Mit dem Stück will man dazu mobilisieren, sich für den Schutz und die Rettung der Flüsse und Mangroven der Ilha de Deus, Pernambucos und schließlich auch der ganzen Welt einzusetzen.
Der Dreh fand auf der Ilha de Deus (der Heimat von „Saber Viver“, im Mangrovenpark Josué de Castro und an den am stärksten verschmutzten Flüssen Pernambucos Pina, Tijipior und Jordão statt.
Besetzung: Alexia Silva, Alana Silva, Leidhy, Mary, Mauricinho, Nalvinha da Ilha, Jony Potter, Kaylane, Karol Nascimento, Wiliane Maciel.
Produktion: Pjc Produtora de Filmes e Eventos
Umsetzung: Centro Educacional Populara Saber Viver

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Ivan Nogales: „Wir sind Karawanen“

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Ivan Nogales, Teatro Trono / COMPA

Ivan Nogales (Teatro Trono), war Ende Oktober Teilnehmer des zweiten Kongresses „Cultura viva comunitaria“, CVC, (in etwa „lebendige Stadtteilkultur“ oder „Basiskultur) in El Salvador. Zusammen mit Mario Rodriguez vom bolivianischen „Red de la Diversidad“ repräsentierte er das CVC-Netzwerk in Bolivien. Beide sind zudem Mitglieder des Beirats der CVC in Lateinamerika.
Im Jahr 2012 realisierte Teatro Trono die „Karawane für das Leben“, ein Projekt, das auf kontinentaler Ebene großes Aufsehen im Bereich der CVC erregte. Schon mehr als zehn Jahre zuvor, war Teatro Trono dabei, als die KinderKulturKarawane in Deutschland startete. An diesem Projekt hat die Gruppe dieses Jahr zum 10ten Mal teilgenommen hat.

plakat_caravanaVor ein paar Jahren war Trono Gastgeber und Teilnehmer der Karawane Argentinien – Bolivien, die von der Cooperativa „La Communitaria de Rivadiva“ und angrenzenden Gemeinden realisiert wurde. Trono bereitet sich mit dem Stück „Arriba el Alto“ auf die nächste Karawane vor, die im März nächsten Jahres auf argentinischem Boden stattfinden wird.
Der folgende Text ist ein Ausschnitt aus einem Aufsatz, der die „Karawanen“ als notwendige Projekte beschreibt, da sie als eine Ursache für das Zusammentreffen von Kulturen gelten. Die Karawanen sind heute zentrale Projekte, die aus dem II. Lateinamerikanischen Kongress Cultura Viva Comunitaria hervorgegangen sind.

Wir veröffentlichen den Text von Ivan Nogales natürlich gerne, weil wir seine Gedanken für sehr wichtig halten. Mit Ivan Nogales und Teatro Trono und COMPA arbeiten wir zudem schon seit 1998 intensiv zusammen.
Die erste „Kulturkarawane“ ist uns 1989 mit der „Asiatisch-pazifischen Kulturkarawane“ des „Asean Council for People’s Culture“ begegnet. Zusammen mit Kollegen aus Österreich haben wir sie damals organisiert. Sie ist ein Namensgeber für die „KinderKulturKarawane“ geworden.

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WIR SIND KARAWANEN
Die Menschheit gleicht einer stürmischen Flut von Wellen, die sich untereinander vermischen, bis sie als neue Arten wieder hervorkommen. Unsere Vorfahren sind wie große Ameisenstraßen über die Erde gezogen, sie sind von Ort zu Ort gewandert, immer auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie gewöhnten sich an neue Orte, fanden andere Menschen, andere Arten von Leben und Lebensstilen, mit denen sie sich bekanntmachten und mit denen sie Orte zum Zusammenleben gestalteten. Die Kultur, oder die Kulturen, können als Ströme von Gemeinschaften gesehen werden, die von hier nach da und zugleich zu sich selbst gereist sind. Heute, wo wir das Privileg haben, Grenzen überwinden zu können und andere Gemeinschaften treffen zu können, feiern und erinnern wir uns einfach an dieses unaufhörliche alte Ritual von Begegnungen.
caravana_en_rioDie verschiedenen Kulturen wurden sesshaft und haben sich Identitäten geschaffen, innerhalb derer oft Grenzen und Zäune, sowie kleine oder auch große Blasen errichtet wurden, mit denen sich von den anderen abgegrenzt und gegenüber anderen geschützt werden konnte. Chauvinismus, Nationalismus, Religiosität und Ideologien bauten sichtbare und unsichtbare Grenzen auf, die gegen den Gedanken von freien Vögeln, die nichts von Grenzen wissen, verstießen.

Bewegungen von hier nach da
Heute leben wir in einer Gesellschaft voller Vorschriften und Grenzen. Wir leben in Kulturen, die sich mit starren Identitätsmustern rühmen. Aber es scheint so, als ob trotz Gehorsamkeit und martialischer Disziplin, trotz fester Verbundenheit mit der Gesellschaft viele bereit sind, die Jahrtausende alte Geschichte von diesen errichteten Mauern zu durchbrechen, Mauern die errichtet wurden, um zu verhindern die anderen zu umarmen..
copacabana_boliviaEs ist unmöglich, die Karawanen der Gesellschaft aufzuhalten, die Orte zum Zusammenleben, und zwar zu einem guten Zusammenleben in Fülle, Harmonie und Gleichgewicht suchen.
Denn die Geschichte der Menschheit besteht aus eben diesen Karawanen, aus Bewegungen von hier nach da, aus Geschichten vom großen Unbekannten, hinter dem oftmals steckt, wer die anderen sind. Sie erzählt vom Suchen und Finden der Anderen, was oft mit einer Reise zu sich selbst endet.

Farbe, Freude, Poesie oder Gestik
Und in dieser Geschichte, auf einem weiterverzweigten Weg, liegen die kreativen Projekte, liegt die Demonstration von geballter Freude, die das Zusammentreffen mit anderen beinhalten kann, liegt die Sprache, die Personen und Gemeinschaften zusammenhalten kann. Hier liegt die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, hier liegen aber auch die Erinnerungen an die Vergangenheit und die Zukunft, an die persönlichen und gemeinsamen Träume. Hier liegen die erfundenen Personen, die mit uns träumen, mit denen wir Tempel errichten und mit denen sich letztendlich das ganze Leben auf einen Moment reduziert, auf die intensivste Umarmung oder das herzlichste Lachen. Farbe, Freude, Poesie oder Gestik, das ist das, was einige Kunst nennen, andere nennen es anders.

SLIDES-CVC-8-960x498-960x498Kreative sind freie Vögel
Diese kreativen Ausdrücke sind es, durch die man sich anderen nähern und mit ihnen in Dialog treten kann, die ganz offen über die errichteten Mauern spotten, die von der Existenz dieser Grenzen berichten, aber die sich gleichzeitig keinen Deut darum scheren. Die Kreativen sind diese freien Vögel, die sich nähern, neu erfinden, nicht nur mit Worten sondern auch ganz realistisch; die Orte suchen, wo sich alle wohlfühlen, wo Zusammenleben möglich ist, wo eine Erinnerung an unsere Vorfahren und die Gesellschaft aus der wir stammen, möglich ist. Diese Körper durchbrechen nicht nur Grenzen, sondern auf ihnen stehen auch Erinnerungen und sie sind von ihren Kulturen gezeichnet.

Umarmung der Kulturen
CVCSV-BANER-PEQ-ANCHO-300PX-RES72Wir, die kreativ arbeiten, sind diese Karawanen. Weil es unmöglich ist etwas zu erschaffen ohne zu wachsen, ohne behutsam mit dem umzugehen was man erschafft, ohne zu teilen, ohne zu reisen, ist der Dialog das, was am fruchtbarsten ist. In der künstlerischen Schöpfung, entfalten wir unsere besten Möglichkeiten und in der Notwendigkeit uns schön darzustellen, damit wir mit anderen in Dialog treten können. Weil man unsere Werke teilen, sich über sie austauschen, sie annehmen und durchqueren kann, öffnen sie sich auch anderen. Denn diese Werke sind der beste Ausdruck für die beste Umarmung der Kulturen.

Dauerhafte Karawane
SLIDES-CVC-6-INVITACIÓN-INAUGURACIÓN-960x498-660x330Wir erinnern uns und zeigen die Migrationsströme unserer Vorfahren, die pausenlosen Karawanen auf dem Weg zueinander. Der poetische Körper – Schöpfer – Künstler findet Resonanz in der Nostalgie, im Samen, in der Wurzel.
Deswegen haben wir uns in „Dauerhafte Karawane“ umbenannt, nachdem wir 2012 die „Karawane für das Leben“ realisiert haben, die auf dem ersten lateinamerikanischen Kongress für lebendige Stadtteilkultur für großes Aufsehen gesorgt hat, und die heute, ganz offen Regeln, Grenzen und bestehende Beschränkungen untergräbt.

Die Realisierung von Karawanen, die als Projekte die lebendige Stadtteilkultur vorantreiben, ist eine der Vereinbarungen dieses 2. Kongresses. Später werden wir über die nationalen Kongresse und über die „Organicidad del Consejo Latinoamericano“ der lebendigen Stadtteilkultur, die nichts anderes als die AJAYU, die Essenz, die lebenswichtige Energie für Ziele und Horizonte der lebendigen Stadtteilkultur ist, sprechen.

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Fritz-Schumacher-Stadtteilschule trifft M.U.K.A.-Project in Hamburg

kikuka2015Interkulturelle Begegnung
Das Team der KinderKulkturKarawane lud am 21. September 2015 die Künstlergruppe „M.U.K.A.-Project“ aus Johannesburg (Südafrika) nach Hamburg ein und unsere Klasse war bei ihrer Aufführung dabei.
Von Lisanne, Anna L., Elena und Isaak (Klasse 8b).

„Most United Knowledgeable Artists“ – kurz M.U.K.A. setzt sich aus einer Gruppe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zusammen, die anderen Menschen ihre selbsterlebten Geschichten in Südafrika erzählen. Ursprünglich haben viele dieser Künstler auf der Straße gelebt und auch selbst Erfahrung mit Problemen wie Armut, Gewalt, Drogen, Umweltproblemen und Krankheiten gemacht.

Als wir erfuhren, dass es sich dabei um ein englisches Theaterstück („Inheritance – Das Erbe“) handelt, waren wir skeptisch, ob unser Schulenglisch überhaupt dafür ausreichen würde. In dem Stück geht es um den Einfluss des Menschen auf die Natur: Verbrennung von Schwermetallen, Entwaldung und Abtragung von Sand, sind der Grund für die Erdrutsche, Krankheiten wie z. B. Tuberkulose und die Zerstörung der Ozonschicht. Die Frage, die im Theaterstück gestellt wurde, lautete: „Ist dies das Erbe, das wir unseren nachfolgenden Generationen hinterlassen wollen?“ Unserer Meinung nach ist dies wichtige und berechtigte Frage, da sie alle Menschen auf der Erde betrifft. Auch wenn der Akzent etwas ungewohnt war, haben wir das Stück inhaltlich verstehen können. Die Musik und Tanzbewegungen zwischendurch waren eine gute Abwechslung. Besonders beeindruckend war, wie gut einige von ihnen singen konnten.

Nach dem Theaterstück konnten wir den Künstlern direkt Fragen stellen und über sie und ihr Leben in Johannesburg mehr erfahren. Anschließend nahmen wir mit den Künstlern an einem Workshop teil. Zunächst spielten wir einige Spiele, lernten uns kennen, hatten die Gelegenheit mit ihnen nochmal persönlich zu sprechen. Danach erarbeiteten wir gemeinsam mit der ganzen Klasse zu afrikanischer Trommelmusik eine Tanzchoreographie. Einige von uns hätten aber auch gerne an einem Gesangsworkshop teilgenommen. Andere wiederum hätten gerne mit ihnen gemeinsam gekocht und mehr über das Leben in den Straßen von Johannesburg erfahren.

Alles in allem können wir festhalten, dass wir viel Freude hatten, und wir würden die Teilnahme an diesem Projekt an andere Schulklassen weiterempfehlen.

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Die Zukunft sind wir! – KinderKulturKarawane 2016

Szenenfoto aus "By the road", einer Produktion für die KinderKulturKarawane zum Thema FluchtDas „Tete Adehyemma Dance Theatre“ aus Ghanas Hauptstadt Accra (hier auf dem Foto mit dem Stück „By the road“) ist eine von 6 Gruppen, die 2016 ab Ende Mai die KinderKulturKarawane bestreiten werden. Neben der Gruppe aus Ghana, die u.a. mit einer Tanztheater-Produktion zum Thema Flucht kommt, wird Ende Mai das „Tiempos Nuevos Teatro“ mit einer Zirkus-Theater-Gruppe beim Start der KKK dabei sein. Das komplette Programm mit kurzen Informationen findet man unter Die Gruppen 2016 .

Die Rahmenbedingungen der KinderKulturKarawane bleiben die gleichen wie in diesem Jahr – inkl. „Klimaabgabe“. Es werden alle Gruppen mit insgesamt jeweils 9 Personen in einem Kleinbus unterwegs sein. Dies ist der schwierigen Finanzsituation der KinderKulturKarawane geschuldet. In unserem Basar kann jede/r einen kleinen Beitrag zur Verbessrung dieser Situation leisten.

„creACT für Klimagerechtigkeit“
Inhaltlich stehen fast allen Gruppen die „Sustainable Development Goals“ und vor allem die Kinderrechte im Vordergrund. Für Schulen in der Metropolregion Hamburg gibt es unter dem Titel „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ ein eigenes Projekt der KKK. 2016 werden die beiden Gruppen aus Tansania und aus Indien mit insgesamt 6 Schulen zum Thema „Klimagerechtigkeit“ arbeiten und versuchen, gemeinsam Handlungsideen zu entwickeln. Die Gruppen stehen natürlich auch bundesweit mit ihren Klima-Stücken zur Verfügung.

Die beiden Gruppen aus Ghana und aus Brasilien widmen sich verstärkt den „Sustainable Development Goals“ (SDG). Mit ihren Bühnenproduktion befassen sie sich mit Armut, Flucht und Umweltzerstörung und greifen damit einige der SDG auf. Dabei gehen sie sehr selbstbewusst an diese Themen heran: „Die Zukunft sind wir!“ ist ihr Motto, mit dem sie auch die Kids in Europa zum Handeln bewegen wollen.

Kinderrechte im Mittelpunkt
Wie immer stehen bei der KinderKulturKarawane aber die Kinderrechte im Vordergrund. Sie weltweit zu verwirklichen, ist das Kernanliegen der KinderKulturKarawane. Dabei geht es bei allen Gruppen vor allem um das „Recht auf kulturelle Selbstverwirklichung“ und um das „Recht auf kulturelle Teilhabe“. Beides Kinderrechte, die für die Entwicklung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen von entscheidender Bedeutung sind. Sie sind aber ebenso für eine gesellschaftliche Teilhabe unerlässlich und damit für die Transformation der Gesellschaften, die weltweit dringender denn jeh ist.

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